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Reif für die Insel - Tag 13

Sonntag, 04.09.2011: Um halb acht werde ich von Donnergrollen und Regenprasseln geweckt. Als hätte ich es gestern geahnt. Die Stimmung beim Frühstück ist trotzdem gut. Im Laufe der Kur stellt sich heraus, dass unser Achtertisch der lustigste und lauteste ist. Monikas heimliche Neigungen und ihre Erziehungsmethoden hin oder her: sie ist in den letzten Tagen echt aufgetaut, wirkt insgesamt gelöster, ist konsequenter mit ihrem Sohn und entpuppt sich als regelrecht humorvoll. Nach dem Frühstück ist bei Fynn und mir erstmal Extrem-Chilling angesagt. Da Fynn sowohl beim Lesen, als auch beim Puzzeln alles um sich rum vergessen kann, herrscht die nächsten zwei Stunden einträgliche Ruhe auf unserem Zimmer. Um halb zwölf geht das Telefon: meine Mutter. Die Damen sind in der Nähe und wollen sich verabschieden, bevor sie sich wieder auf den Heimweg machen müssen. Nachdem wir uns von den Kurzurlaubern verabschiedet haben, statten wir Rossmann noch einen Besuch ab, um Aftersun für meine roten Oberschenkel zu kaufen. Auf dem Rückweg gibt´s noch eine Bild am Sonntag, und dann ist es auch schon Zeit für´s Mittagessen. Als würden sich die Damen aus der Küche für die gestrige Suppe entschuldigen wollen, gibt es heute Braten, Kartoffeln, Rotkohl und zum Nachtisch ein Eis. Als ich die drei Stockwerke bis zu meinem Zimmer bewältigt habe, falle ich zusammen mit der Bild am Sonntag auf mein Bett und bewege mich die nächste Stunde nicht mehr. Fynn hört drei Fragezeichen und begibt sich auf Puzzle-Endspurt. Unser Nachmittagsprogramm machen wir vom weiteren Wetterverlauf abhängig: blauer Himmel = Strand, bewölkter Himmer = Kino. Als sich der Himmel immer mehr zuzieht, steht es fest: wir haben heute Nachmittag ein Date mit den Schlümpfen. Im Kino angekommen denke ich die ersten paar Minuten des Films „Och nöööö, man muss doch wirklich nicht aus allem einen Kinofilm machen!“, aber dann nimmt der Film Fahrt auf und entpuppt sich als echt süss gemachter, unterhaltsamer Streifen. Während der Vorstellung ist es lustig zu beobachten, dass ein Kinderfilm ja mittlerweile technisch brilliant, originell und wortwitzig sein kann, die Klassiker, die den Saal zum Brüllen bringen, sind immer noch die, die in den Neunzigern auch schon gingen. Ob es damals in „Kevin allein zu Haus“ die Einbrecher waren, die auf den Matchbox-Autos ausrutschten oder ob Gargamel auf der Jagd nach den Schlümpfen mit Vollspeed vor einen Ast rennt und zu Boden geht – die Kinder kriegen sich nicht mehr ein vor Lachen. Und ob man´s dann in dem Moment gerade selber lustig findet oder nicht, man muss einfach mitlachen. Nach dem Kino ist es schon wieder Zeit für´s Abendessen. Nach einem kleinen Schwätzchen mit Heike verabschiede ich mich für den heutigen Tag. Noch ein bisschen puzzeln, lesen, eine schönes Telefonat mit meiner Freundin, und ich habe nach diesem angenehm ruhigen Tag die nötige Bettschwere. Gute Nacht!

5.9.11 20:27
 
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