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Reif für die Insel - Tag 12

Samstag, 03.09.2011: Wochenende! Wir können wieder bis ACHT Uhr ausschlafen!!! Der Frühstückstisch gegenüber bleibt leer. Monika und Luis haben verschlafen……..Fynn und ich machen nach dem Frühstück ein bisschen Ordnung in unserem Appartement, das aktuell den „Hempels-unter´m-Sofa“-Status erreicht hat. Anschließend geht´s noch zur Post und zu Rossman und danach zum Mini-Golf. Mit superschönem Blick auf´s Meer absolvieren wir die in den Dünen angelegten 18 Bahnen. Heute lässt sich mein Sohn, was die Haltung seines Schlägers und seine Schlagtechnik angeht, tatsächlich mal was von mir erklären und ist ganz erstaunt, dass es plötzlich viel besser geht. Ok, er verliert trotzdem, aber dieses mal nur knapp. Auf dem Rückweg zum Kurhaus kommt uns Heike mit einem Mann an der Hand entgegen. Da sie mir gestern noch erzählt hat, dass sie an diesem Wochenende keinen Besuch von ihrem Mann erwartet, frage ich mich, woher sie den Kerl jetzt so schnell gezaubert hat. Es stellt sich raus, dass es sich doch um ihren Mann handelt, der sich ebenfalls nicht vorher angekündigt hat, sondern sie überraschen wollte. Der arme Kerl hat von beiHeidelberg 400 Kilometer mehr gebraucht, als eigentlich üblich, indem er „Norddeich“ ohne Postleitzahl ins Navi eingegeben hat und nach „Norddeich“ in Schleswig-Holstein gelotst wurde. Es gibt in Deutschland nämlich zwei von der Sorte. Heikes Mann erzählt, dass er irgendwann in einem Kaff mit fünf Häusern, drei Schafen und einem Bauern stand und dieser ihm gesagt hat, dass er sich nichts draus machen solle, er wäre nicht der Erste, dem das passiert wäre. Zum Mittagessen gibt´s heute Tortellini und ein paar Wurststücke, die in einer dünnen Suppe schwimmen. Gut, dass ich heute morgen schon beschlossen habe, dass Fynn und ich abends Pizza essen gehen, denn mit dieser Brühe wären wir garantiert nicht über den Tag gekommen. Nach dem Essen treffen wir Helga, die heute Besuch von ihrem Mann erwartet. Ich frage sie, um wieviel Uhr ihr Göttergatte denn eintrudeln würde. Sie winkt ab und sagt: „Das kann vier Uhr werden, der hat sich verfahren. Wir haben irgendwann telefoniert und  er erzählte mir, dass er gut voran kommen würde und jetzt kurz vor Hamburg sei. Ich hab ihm dann schonend beigebracht, dass Hamburg total verkehrt ist. Er hatte wohl nur „Norddeich“ ins Navi eingegeben und war schon auf dem Weg zu dem in Schleswig-Holstein.“ Ich überlege gerade, dass man dem Bauern in Norddeich in Schleswig-Holstein doch mal vorschlagen sollte, in dem tausend-Seelen-Ort eine Kneipe für arme, gestrandete Ehemänner aufzumachen, das wäre doch garantiert eine Goldgrube. Jetzt packen wir unsere Strandtasche, denn wir sind mit Oma Geli am Strand vor der Milchbar verabredet. Die stößt ein Stündchen später dazu und bringt erstmal ein paar Flaschen kühles V+Lemon mit, das wir bei dem herrlichen Wetter am Strand schnell genießen, bevor es in der Sonne verdunstet. Die restliche Zeit verbringen wir mit sonnen, quatschen, lesen, Burgen bauen, schwimmen und Wasserball spielen. Das Wetter ist so traumhaft schön, dass die Sonne sogar am frühen Abend noch eine totale Kraft hat. Man möchte am liebsten gar nicht gehen, weil man nicht weiß, ob´s überhaupt nochmal so schön wird. Gegen sechs treiben uns aber unsere knurrenden Mägen zum Duschen ins Kurhaus. Dort angekommen merke ich, dass ich mir trotz zweimal Eincremen einen netten Sonnenbrand geholt habe. Ist nicht so tragisch, so hab ich wenigstens während der nächsten Regentage eine kleine Erinnerungen an diesen superschönen Sonnentag. Anschließend laufen wir in die Stadt und essen gemütlich eine Pizza. Während wir noch auf das Essen warten, läuft ein Bekannter meiner Mutter mit seinem Kegelclub vorbei und fällt mir freudig um den Hals, als er mich entdeckt. Norderney ist wirklich ein Dorf. Incocnito auf der Insel? Keine Chance! Nach der Pizza gibt es noch einen Ballen Eis zum Nachtisch, den wir am Brunnen sitzend verputzen. Anschliessend noch ein bisschen Surfen im Internet im Conversationshaus, dann sind wir beide platt und zufrieden und machen uns auf den Weg zum Kurhaus. Noch ein Kapitel drei Fragezeichen, dann kommt das Sand(hier passt es wenigstens wirklich)männchen. Gute Nacht!

4.9.11 21:36
 
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